Aug 172017
 

Ringelblumen sind nicht nur besonders hübsche Blumen, sondern auch wahre Stars in der Kräuterheilkunde. Der Pflanze, deren Blüten in orange- und gelb-Tönen leuchten, werden besondere Wundheilkräfte nachgesagt. Die zahlreichen Inhaltsstoffe der Ringelblume weisen auf entzündungswidrige und bakterizide (Cumarine) Eigenschaften genauso hin, wie auf positive Auswirkungen auf Magen und Darm (Bitterstoffe). Eine Besonderheit der Ringelblume ist, dass sie einen schützenden Film über Wunden legen kann, sodass Bakterien tiefer in diese eindringen können (Schleimstoffe).

Es gibt verschiedene Methoden für die Herstellung einer Ringelblumensalbe. Wenn es schnell gehen muss, kann auf folgende Variante zurückgegriffen werden:

  • 100 ml Sonnenblumen- oder Olivenöl (Olivenöl ist länger haltbar; Sonnenblumenöl hat weniger Eigengeruch)
  • ca. 10 Ringelbumen-Blütenköpfe (direkt unter dem Kelch mit den Fingernagel abzwicken)
  • ca. 12 g Bienenwachs

Das Öl mit den Ringelblumenblüten über dem Wasserbad erwärmen. Das Öl sollte nicht köcheln, darf aber für 10-15 Minuten leicht sieden. Danach das Öl ein wenig abkühlen lassen und durch eine Stoffwindel abseihen, sodass keine Blütenreste mehr vorhanden sind. Danach das Öl erneut erwärmen und das Bienenwachs darin zum Schmelzen bringen. Sobald kein Wachs mehr sichtbar ist, kann das Gemisch in Salbentegel gefüllt werden. Die Tegel verschließen, sobald die Salbe fest geworden ist. Die Ringelblumensalbe ist nun für ca. ein Jahr haltbar!