Schenkbazar

 

Die Greißlerei bietet einmal im Jahr im Frühling die Möglichkeit, Sachen zu verschenken bzw. Dinge geschenkt zu bekommen.

Du kannst funktionstüchtiges, nicht mehr Benötigtes herschenken. Hier eine kleine Liste als Anregung zum Ideensammeln:

  • (Kinder-, Erwachsenen-) Kleidung
  • Spielzeug
  • Pflanzen
  • Bücher
  • Kleinmöbel
  • Geschirr
  • Ski, Fahrräder,..
  • Große Möbel oder Gegenstände bitte nur mit Foto und Telefonnummer bewerben, wir haben dazu leider zu wenig Platz.

Was ist ein Schenkbazar?

Ein Schenkbazar ist wie ein Flohmarkt, nur dass dabei kein Geld fliesst.

Dinge, die nicht mehr benötigt werden, aber zum Wegschmeißen zu schade sind, weil sie funktionstüchtig, sauber und benutzbar sind, werden beim Schenkbazar verschenkt. Hauptziel dabei ist die Wiederverwertung von ungenutzten Dingen und die Ressourcen- und Umweltschonung. Angenehme Nebeneffekte sind Freude für die Beschenkten wie auch für die Schenkenden, eine „Entschlackung“ bzw. Befreiung von Ballast für die Schenkenden, interessante Gespräche mit anderen Stöbernden, Kontakte zwischen Schenkenden und Beschenkten über die Gegenstände, wobei Erlebnisse zum Gegenstand ausgetauscht werden können. Damit wird den Gegenständen auch ein Wert (abseits von Geld) mitgegeben und Freude wie zu Weihnachten oder zum Geburtstag zwischen den Beschenkten und den Schenkenden geteilt.

Wichtig für die Beschenkten:

Überlege dir, ob das, was du dir nehmen möchtest,

  • dein Leben erleichtert
  • dein Leben verschönert.
  • Wenn etwas gratis bzw. „umsonst“ ist, sind wir oft verleitet, mehr zu nehmen, als wir wirklich benötigen. Das Haben steht im Vordergrund. Es geht aber um das Sein. Weiters sind wir verleitet zu glauben, dass Gegenstände, die „umsonst“ sind, nicht viel wert sind und wir trauen uns nicht sie weiterzuverschenken, weil die Beschenkten eventuell glauben könnten, sie seien uns nichts wert, weil wir ja kein Geld für sie ausgegeben haben. Werte können jedoch auch abseits von Geld vermittelt werden.

Wichtig für die Schenkenden:

Wir sind in unserem Alltag von vielen, vielen Dingen umgeben. Diese benutzen wir nur teilweise, andere sind da und erfreuen uns. Viele aber befinden sich in Laden, Schränken, Kellern, Dachböden, und es ist einfach schade, sie wegzuwerfen, oder brach liegen zu lassen, da es funktionstüchtige und benutzbare Dinge sind.

Diese Dinge benötigen Raum, und sie behindern auch den Energiefluss.

Das sind Dinge für einen Schenkmarkt oder für andere Gelegenheiten zum Verschenken.

Die Befreiung und Erleichterung, die man erleben kann, wenn man seinen Keller, Dachboden, den Raum über dem Kasten, unter dem Bett oder wo auch immer durchgeht und von Dingen befreit, die man ohnehin schon länger nicht benötigt und verwendet, ist groß und nicht zu unterschätzen. Das befreiende Gefühl stellt sich aber erst ein, wenn man es probiert. Die Vorstellung alleine reicht nicht!!

Sinn geben, Müll vermeiden

Und dann noch die Freude derjenigen, welche Dinge beim Schenkmarkt finden, die es vielleicht sonst nicht mehr gibt, Dinge, die sie immer schon finden wollten.

So erlebt man Befreiung, Freude und vor allem auch, dass die Dinge zur weiteren Verwendung und Benutzung gelangen.

Wenn man das weiß, kann man auch beim Ausräumen und Freimachen großzügiger sein, denn es geht nicht verloren, es macht Sinn und vermeidet Müll.

Was passiert mit den Gegenständen, die beim Schenkmarkt übrig bleiben?

Die übriggebliebenen Sachen werden der Emmausgemeinschaft und der  Caritas St. Pölten  für deren Flohmärkte zur Verfügung gestellt.

Wo kann ich noch Gegenstände verschenken?

Wenn kein Schenkmarkt in zeitlicher Nähe ist, kannst du funktionstüchtige Gegenstände, Kleidung, etc. auch an umliegende Flohmärkte (Pfarren, caritative Einrichtungen,…) weiterschenken. Dort werden Gegenstände verkauft und das damit erwirtschaftete Geld, kommt dem Verein zu Gute. Die übriggebliebenen Gegenstände werden dann manchmal auch verschenkt oder dem Sperrmüll übergeben, bleiben aber meist in Österreich. Es gibt auch caritative Einrichtungen welche die geschenkten Gegenstände in ihren Institutionen ohne Geld weiterschenken oder weitervermitteln z.B. Mutter-Kind-Haus, Flüchtlingshaus, Notschlafstelle.

Warum ist es wichtig, dass Verschenktes in Österreich bleibt?

Es gibt Situationen (Überschemmungen, Hungerkrisen, Kälteperioden,…) wo akute Hilfsmassnahmen mit Kleidung, Essen, Spielzeug,… für andere Länder unbedingt nötig ist. Langffristig betrachtet zerstören solche Hilfslieferungen aber die Eigenständigkeit eines (Entwicklungs-) Landes, wenn sie über die Krisenzeit hinausgehen.

Die meisten unserer Kleiderspenden wandern in Containern in die Entwicklungsländer nach Asien oder Afrika. Dort werden die Säcke für wenig Geld an Unternehmen verkauft, die diese wiederum auf den Märkten verkaufen. Dadurch wird aber die ansässige Textilindustrie zerstört, weil unser „Müll“ dort billger zu kaufen ist, als einheimische Kleidung. Das zerstört Arbeitsplätze und somit die Lebensgrundlage vieler Menschen. Ähnliches passiert auch mit PCs, Handys, Autos, Autobussen, etc.

Weitere Infos zum Thema im Internet:

Die Altkleider-Lüge – Wie Spenden zum Geschäft werden – die reportage – NDR – ARD

http://www.youtube.com/watch?v=djXkFedpTrE

http://fm4.orf.at/stories/1676227/